Die ersten Schritte und Erfolge

Gemeinsam mit Verwaltung und Vereinsdienern widmete sich der erste gewählte Vorstand Franz Ochs, mit großer Begeisterung und Engagement im Gründungsjahr seinen Aufgaben. Dies geschah immer unter ­Beachtung der strengen Bestimmungen der amerikanischen Militärregierung.

Die Gründungsmannschaft spielte die ersten Jahre sehr erfolgreich in der Albtalstaffel, ehe 1949 eine Reservemannschaft den Kader erweiterte. Die Auswärtsspiele erreichen die Zuschauer und Akteure mit Pferdefuhrwerken, Fahrrädern oder zu Fuß. Später kamen dann Lastkraftwagen und Motorräder zum Einsatz. Die Heimspiele wurden auf dem Haidenfeld, 

welches man heutzutage noch liebevoll  „de alde Sportplatz” nennt, ausgetragen. Das ­Gelände wurde zusätzlich mit eigener Sporthütte als Umkleidemöglichkeit für die Spieler und als Schutzhütte für die Besucher eingerichtet. Auch wenn mühevoll das Duschwasser in Holzfässern herbeigeschafft werden musste, der Verein hatte ein eigenes Clubhaus.

Aber auch außerhalb des Sportplatzes lebte und wirkte die junge Sportgemeinschaft. Das Theaterspielen – schon immer eine Völkersbacher Domäne – hatte nicht nur die Vereinsgründung finanziell möglich gemacht, sondern war unter der Leitung von Hugo Fritz ein wesentlicher Bestandteil des Vereins­lebens. Man erinnert sich noch heute gerne an Stücke wie „Der Frühlingstraum” (1950), „Das Mädchen auf der Brücke” (1954), „Eine Handvoll Heimaterde” (1957) oder „Krach um Minka” (1962). Sie wurden an Weihnachten, am Neujahrstag oder auch zu ­Ostern aufgeführt. Im Jahr 1954 verzeichnete der SVV seinen ersten großen sportlichen Erfolg. Die Gründung der Jugendabteilung mit einer A-Jugend im Jahr 1952, die sich auf Anhieb die Vizemeisterschaft sichern konnte, gab auch der Seniorenmannschaft einen gewaltigen Auftrieb. In der Saison 1953/54 belegte die 1. Mannschaft sensationell den 1. Platz in der Kreisliga B und sicherte sich so die erste Staffelmeisterschaft der Vereinsgeschichte. Unter Berücksichtigung verschiedener Faktoren entschied man sich jedoch zum Verbleib in der damals untersten Spielklasse. Die Vereinsführung konzentrierte sich in den folgenden Jahren darauf, seine Jugendabteilung kontinuierlich weiter auszubauen und zu fördern. Ende der fünfziger Jahre wurde diese mit einer ­B- und C-Jugendmannschaft erweitert. Die Reservemannschaft erspielte in der Saison 1958/59 zudem den Meistertitel. 

Beim Rückblick auf die ersten Vereinsjahre wird deutlich, wie konsequent die Verwirklichung und Etablierung des Sportvereins trotz aller Mühen und Hürden der damaligen Zeit vorangetrieben wurde: Sportliche Qualifikation durch Training und Kameradschaft der Senioren-Spieler, intensive Jugendarbeit als Garant für zukünftige Weiterentwicklung und Erfolge, gepaart mit strategischen Unternehmungen zur Schaffung des nötigen Umfeldes und den organisatorischen Voraussetzungen. 
Treu dieser Linie folgend ­sowie durch die sportlichen Erfolge motiviert, steckte sich die Verwaltung ein ­neues, sehr ehrgeiziges Ziel: 
Eine neue Sportanlage!

Bild
Die SVV-Mannschaft 1950 am alten Sportplatz